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21.01.2012 Siedewasserreaktoren
Frage von Andy: Warum werden in Siedewasserreaktoren die Steuerstäbe von unten eingefahren und in Druckwasserrea. von oben?
Beste Antwort:
Answer by King of Quens
Die Brennelemente, die das Urandioxid enthalten, befinden sich in dem zu etwa zwei Drittel mit Wasser gefüllten Druckbehälter. Das Wasser strömt von unten nach oben durch den Reaktorkern und führt dabei die in den Brennstäben entwickelte Wärme ab. Ein Teil des Wassers verdampft. Nach einer Dampf-Wasser-Trennung im oberen Teil des Druckbehälters wird der Sattdampf mit einer Temperatur von 287°C und einem Druck von ca. 69 bar direkt der Turbine zugeführt. Es sind bis zu 5000 t Dampf pro Stunde. Die Turbine ist mit einem Drehstromgenerator gekoppelt, der an den Abnehmern eine Leistung von 900 Megawatt bei einer Spannung von 27 kV liefert! Das im Druckbehälter nicht verdampfte Wasser fließt in dem Ringraum zwischen Druckbehälter und Reaktorkern wieder nach unten, wobei es sich mit dem aus dem Kondensator zurückgepumpten Speisewasser vermischt. Die im Druckbehälter vorhandenen Pumpen wälzen das Kühlmittel um. Durch eine Veränderung der Drehzahl dieser Pumpen kann die Umwälzmenge des Kühlmittels geändert und dadurch die Reaktorleistung gesteuert werden. Bei der Nennleistung des Reaktors strömen pro Stunde 37300 t Kühlmittel durch seinen Kern. Der aus der Turbine austretende Dampf wird im Kondensator verflüssigt. Dazu sind pro Stunde etwa 140500m³ Kühlwasser erforderlich, die meist Flüssen entnommen werden. Das Speisewasser wird durch Vorwärmanlagen auf eine Temperatur von 215°C gebracht und dem Reaktor wieder zugeführt. Die 145 Steuerstäbe, die das neutronenabsorbierende Material (Borcarbid + Hafnium / B4C ) enthalten, werden elektromotorisch (bei Normalantrieb) oder hydraulisch (für Schnellabschaltung) von unten in den Reaktorkern eingefahren oder wieder herausgezogen.
Aus dem Sicherheitsbehälter führen die Rohrleitungen nach außen in das Maschinenhaus. Da der Dampf nicht frei von radioaktiven Verunreinigungen ist, muss auch das Maschinenhaus in eine Sicherheitsabschirmung einbezogen sein. Außerdem sind eine Reihe weiterer Sicherheitsvorrichtungen eingebaut, um bei einer Störung eine sofortige Unterbrechung des Dampfstromes zum Maschinenhaus zu erreichen. Das Reaktordruckgefäß mit den Brennelementen ist ein zylindrischer Stahlbehälter. Er ist mit einem Betonschild abgeschirmt und befindet sich zusammen mit einer Reihe weiterer Anlagenteile und Sicherheitseinrichtungen in einem kugelförmigen Sicherheitsbehälter.
Druckwasserreaktor
Durch das Wasser wird die in den Brennelementen erzeugte Wärme abgeführt. Um ein Sieden zu verhindern, wird der Betriebsdruck im Hauptkühlkreis auf ca.158 bar heraufgesetzt und durch einen Druckhalter geregelt. Das Kühlmittel tritt mit einer Temperatur von 291°C in den Reaktor ein und verlässt ihn wieder mit einer Temperatur von 326°C. Etwa 67680 t Kühlmittel werden je Stunde durch den Reaktor bewegt. Das erhitzte Wasser gibt seine Wärme in 4 Dampferzeugern an das Wasser eines Sekundärkreises ab. Aufgrund der hohen Temperatur und des niedrigeren Druckes verdampft es im Sekundärkreis und liefert pro Sekunde 2,061 t Sattdampf von 284.5°C und einem Druck von ca. 66 bar. Durch ein solches Zweikreissystem wird erreicht, dass die im Reaktorkühlmittel auftretenden radioaktiven Stoffe auf den ersten Kühlkreislauf beschränkt bleiben und nicht in die Turbine und den Kondensator gelangen. Mit Hilfe des erzeugten Dampfes wird eine Turbine (Hochdruckteil, Niederdruckteil) betrieben, die direkt mit einem Drehstrom-Synchrongenerator gekoppelt ist. Der Generator liefert an den Klemmen eine Leistung von 1362 Megawatt bei einer Spannung von 27 kV. Im Kondensator wird der aus der Turbine austretende Dampf wieder verflüssigt. Dazu sind etwa 208008 t Kühlwasser pro Stunde erforderlich. Das Kondensat wird durch eine Speisewasserpumpe einer Vorwärmanlage zugeführt, auf 218°C vorgewärmt und anschließend in den Dampferzeuger zurückgeleitet. Für die Steuerstäbe des Reaktors wird z. B. eine Legierung aus Silber, Indium und Cadmium als Absorbersubstanz verwendet, da sie eine große Neigung zur Absorbtion von Neutronen besitzt. Für schnelle Steuervorgänge können 61 Steuerstäbe ganz oder teilweise in den Reaktor eingefahren und wieder herausgezogen werden. Für langsame oder langfristige Regelvorgänge wird Borsäure als Neutronenabsorber dem Reaktorkühlwasser zugesetzt. Die Brennelemente befinden sich in einem Druckbehälter aus Spezialstahl (Wandstärke 25 cm), der zusammen mit dem Primärkreislauf in einem doppelwandigen Sicherheitsbehälter untergebracht ist.
Der Kühlturm
Um den Abdampf der Turbine wieder in Wasser zurückzuverwandeln, muss dem Wasser die sogenannte Kondensations Wärme entzogen werden. Dazu wird durch die Kondensatorrohre ständig Kühlwasser geschickt. Zur Anpassung des Kraftwerks Betriebes an alle auftretenden Verhältnisse sind verschiedene Kühlmöglichkeiten vorgesehen. Bei Frischwasserbetrieb (Entnahme ca. 60m³/s) wird das Hauptkühlwasser von den Hauptkühlwasserpumpen über die Kondensatoren im Maschinenhaus gefördert und strömt über das Kraftschlussbecken, den offenen Ablaufkanal und das Wiedereinleitungsbauwerk in das Gewässer zurück. Für den Kühlturmbetrieb ist der Kraftwerksblock mit einem Naturzug Nasskühlturm ausgestattet, der sowohl im Ablauf- als auch im Rückkühlbetrieb gefahren werden kann. Bei Ablaufbetrieb (Entnahme von ca. 60m³/s) wird das Wasser vor Rückgabe in den Fluss über den Kühlturm geleitet und dabei in Abhängigkeit vom jeweiligen Zustand der Atmosphäre abgekühlt.
Beim Rückkühlbetrieb wird die Wärmeabgabe in den Fluss im wesentlichen unterbunden, da hierbei das über den Kühlturm geführte Wasser aus der Kühlturmtasse in den Kühlwasserkreislauf zurückgeleitet wird. Dem Kühlkreislauf wird kontinuierlich eine Zusatzwassermenge von 23m³/s zur Deckung der Verdunstungsverluste und der Abschlämmwassermenge aus dem Fluss zugeführt.
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17.01.2012 Siedewasserreaktoren
Frage von Karlson: Siedewasserreaktor / Druckwasserreaktor… was ist das und wo ist der Unterschied?
Soll ein Referat halten! Kann mir jemand den Unterschied und die Arbeitsweise dieser beiden Reaktoren erklären?
Vielen Dank!
Beste Antwort:
Answer by uule m
Ich erklärs jetzt mal einfach, das hoch wissenschaftliche kannst du in Wikipedia nachlesen.
Es handelt sich dabei um Kernreaktoren (Kraftwerke die ihre energie aus dem spalten von atomen gewinnen)
Siedewasserreaktor:
Durch die Kernspaltung wird energie frei, diese erwärmt das Wasser, es verdampft.
mit dem Dampf wird eine Turbine angetrieben die dann aus der bewegungsenergie des Dampfes, elektrische Energie macht, also Strom.
Druckwasserreaktor:
Das Wasser wird wie beim Siedewasserreaktor erwärmt, jedoch kann es nicht verdampfen da es unter Druck gehalten wird. Dadurch erreicht das Wasser bis zu 300 grad ohne zu verdampfen, das wasser wird nun weitergeleitet und der Druck aufgelöst, das Wasser verdampft sofort und treibt wieder eine Turbine an.
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16.01.2012 Siedewasserreaktoren
Frage von : Wie funktioniert der “Selbstregelungseffekt” im Siedewasserreaktor?
Beste Antwort:
Answer by Elias J
Im Reaktor sorgen einige zusätzliche Selbstregelungseffekte dafür, daß sich mögliche Leistungssteigerungen durch zusätzliche Spaltvorgänge von selbst abbauen bzw. unmöglich sind. Steigt die Temperatur infolge zunehmender Spaltprozesse im Reaktor an, vergrößert sich nämlich die Absorptionsfähigkeit von Uran 238. Sein Anteil in den Brennstofftabletten fängt nun mehr Neutronen ein und senkt dadurch die Anzahl der Spaltvorgänge wieder. Mit der Temperatur des Moderators steigt die mittlere Geschwindigkeit der Neutronen, und dementsprechend sinkt die Wahrscheinlichkeit, daß sie von spaltfähigen Kernen eingefangen werden. Mit zunehmender Temperatur nimmt schließlich auch die Dichte des Moderators – besonders im Falle von Wasser – ab. Dadurch sinkt seine Bremswirkung auf die Neutronen, so daß sie eher von U-238-Kernen absorbiert werden und entsprechend weniger Kernspaltungen auslösen. Die Auslegung eines Reaktors muß so sein, daß der sogenannte Leistungskoeffizient negativ ist. D.h. wenn bei einem zu hohen Anheben der Steuerstäbe eine Vermehrung der Spaltungsneutronen zu einer Leistungssteigerung des Reaktors führt, muß die erwähnte Gegenwirkung, der Temperaturkoeffizient, diese sogar überbieten. Im Endergebnis muß die Zahl der Spaltungsvorgänge pro Zeit sinken. Die Auslegung des Reaktors, seine Geometrie und die Abstimmung der Volumenverhältnisse sorgen dafür, daß der Kernbrennstoff gleichmäßig abbrennt, ohne daß von außen steuernd eingegriffen werden muß. Eingriffe von außen sind durch Steuerstäbe, die ebenfalls mit Neutronengiften gefüllt sind, möglich. Sie lassen sich zur Regelung der Spaltvorgänge mehr oder weniger weit in den Reaktor einführen. Schließlich kann bei Bedarf ein weiteres Neutronengift, meistens Bor, dem Reaktorwasser zugefügt werden. Beides – der Einsatz von Steuerstäben oder die Zugabe von Bor – kommt vorwiegend beim Abschalten und Anfahren des Reaktors zum Einsatz.
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2.01.2012 Siedewasserreaktoren
Frage von Risiko60: Druckwasserreaktor oder Siedewasserreaktor ???
In deutschen Kernkraftwerken gibt es zwei Arten von Reaktoren a) Siedewasserreaktor
b) Druckwasserreaktor
Welcher von beiden hat einen höheren Wirkungsgrad???
Beste Antwort:
Answer by willi0867
Moin
wenn die beiden arten gleichzeitig gebaut werden gibt es keinen unterschied im wirkungsgrad
sie unterscheiden sich nur in technik und bedienung
mfg
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29.12.2011 Siedewasserreaktoren
Frage von : Wie lange dauert es bis die Brennstäbe eines Siedewasserreaktors ausgebrannt sind und gewechselt werden müssen?
Beste Antwort:
Answer by karlkiste
Es dauert seeehr lange, bis die Brennstäbe wirklich “ausgebrannt” wären. Die nutzbare Leistung geht jedoch nach und nach zurück. Um das auszugleichen, werden während der jährlich stattfindenden Abschaltung (“Revision”) immer einige Brennelemente, z.B. rund 12%, gegen neue ausgetauscht. Das bedeutet, dass jedes Brennelement rund acht Jahre im Reaktor arbeitet.
In den “ausgebrannten” Brennelementen befindet sich jedoch immer noch viel nutzbarer “Kernbrennstoff”. Dieser könnte in einer Wiederaufarbeitungsanlage zu neuen Brennstäben verarbeitet werden.
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1.12.2011 Siedewasserreaktoren
Experimentelle Untersuchung zur Lastminderung im Drucka
Kategorie: Bücher > Sachbücher & Ratgeber > Technik > Sonstige

Artikelbeschreibung: Titel: Experimentelle Untersuchung zur Lastminderung im Druckabbausystem von Siedewasserreaktoren. (GKSS 86/E/32) Autor: E. Aust Ort, Verlag & Jahr: Geesthacht: GKSS-Forschungszentrum, 1986, 110 S., A 4, brosch. (GKSS 86/E/32). Gewicht: 300 Schlagworte: Physik, Kernphysik, Reaktortechnik Sprache: de Signiert: Nein Erstausgabe: Nein Schutzumschlag: Nein Bände: 1 Sachgebiet: Technik: Energie / Energietechnik Bemerkung: (Bibl.stempel u. Signatur - sonst gut erhaltenes Ex.) Bestellnummer: 46931 Über das Antiquariat Horst Herkner / Hofbuchhandlung Löwenberg: Am 1.7.2006 habe ich mein Antiquariat im Löwenberger Land eröffnet - direkt an der B96 (Berliner Str. 5 / OT Löwenberg; 16775 Löwenberger Land). Tel. 033094-...
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15.11.2011 Siedewasserreaktoren

Spaemann, Robert 360894754X 201106 Nach uns die Kernschmelze Nach uns die Kernschmelze Spaemann, Robert HC/Philosophie/Populäre Darstellungen Atomkraftwerk Brutreaktor Hochtemperaturreaktor Kernkraftwerk Kernreaktor Kraftwerk / Kernkraftwerk Reaktor Schneller Brüter Siedewasserreaktor Lebensphilosophie Philosophie / Lebensphilosophie Klett-Cotta Verlag Klappentext Er erhebt Einspruch gegen die menschliche Hybris im atomaren Zeitalter: Woher nehmen wir die Gewissheit, eine Technologie handhaben zu können, bei der jeder Fehler, auch der kleinste, unabsehbare Folgen nach sich ziehen kann?Dieser kleine Planet ist uns zu treuen Händen übergeben es gibt kein gr
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EAN: 9783608947540
13.11.2011 Siedewasserreaktoren
Spiegel 1.12.1986 Gift im Rhein
Kategorie: Bücher > Zeitschriften > Politik & Wissenschaft > Spiegel

Sehr gut erhaltenes Exemplar des Nachrichtenmagazins vom 1.12.1986 Titel: Gift im Rhein
Kohls Weichmacher Wallmann Außerdem u.a. folgende Beiträge über: Titel Wallmann: Ein Minister wird vorgeführt: Tonnenweise tote Aale, geschlossene Wasserwerke, Giftwolken über Wohnungen - das Desaster am Rhein hat den Bürgern bewußt gemacht, welche Gefahren von der Chemie ausgehen. Umweltminister Walter Wallmann, erstmals gefordert, demonstrierte, wie hilflos die Politiker den Chemie-Managern ausgeliefert sind. "Die Sauerei ist viel größer als die Strafe": Die Schwierigkeiten der Justiz bei der Verfolgung von Chemie-Delikten Nach den "Störfällen", bei denen in den letzten Wochen giftige Substanzen in den Rhein flossen, fordern Politiker und ...
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12.11.2011 Siedewasserreaktoren
DER SPIEGEL 49/86, Kernkraftwerk Krümmel, Chemie im Rhein
Kategorie: Antiquitäten & Kunst > Antiquarische Bücher > Zeitschriften > Ab 1945
BOpDwG)kHQ~~60_0.JPG)
Der Spiegel 49 / 1986
Ausgabedatum 1.12.1986
Politik- und Wirtschaftsmagazin mit 268 Seiten in, dem Alter entsprechend, gutem Zustand.
Inhalt:
TITELGESCHICHTE
Wallmanns Rhein-Desaster
Die Schwierigkeiten der Justiz bei der Verfolgung von Chemie-Delikten
Chemiegifte aus deutschen Flüssen gefährden die Nordsee
SPIEGEL-GESPRÄCHE
Mit Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann über Koalition und Sicherheitspolitik
Mit dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Edgar Bronfman, über Österreich, Kanzler Kohl und den Antisemitismus
KOMMENTAR
Rudolf Augstein: Um einen de Gaulle von außen bittend
DEUTSCHLAND
Waffenexport
Strauß im Hintergrund
Nachrüstung
Die Bundesregierung will mehr Kurzstreckenraketen
Außenpolitik
...
Preis: 1,00 EUR
Angebotsende: 24.12.2011, 21:19:20 Uhr
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11.11.2011 Siedewasserreaktoren
DER SPIEGEL 49/86, Kernkraftwerk Krümmel, Chemie im Rhein
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Der Spiegel 49 / 1986
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Politik- und Wirtschaftsmagazin mit 268 Seiten in, dem Alter entsprechend, gutem Zustand.
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